Aktion saubere Hände

Die "Aktion Saubere Hände" ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen. 

Sie wurde am 1. Januar 2008

ins Leben gerufen.

Die "Aktion Saubere Hände", basierend auf der WHO Kampagne "Clean Care is Safer Care", hat die Verbesserung der Patientensicherheit zum Ziel. Eine Maßnahme ist beispielsweise die Verbesserung des Händehygieneerhaltens in Gesundheitseinrichtungen. Dies gilt als eine der grundlegenden Maßnahme zur Vermeidung von Übertragungen von Keimen und Infektionen.

Bereits seit 2013 beteiligen wir uns an der Aktion Saubere Hände teil. Dazu nehmen wir an dem Modul "HAND-KISS" teil.

Die Daten von HAND-KISS bieten einen Überblick zum Händedesinfektionsmittelverbrauch in den einzelnen Stationen/Bereichen unseres Krankenhauses. Die Messung des Händedesinfektionsmittelverbrauchs und der Vergleich der eigenen Daten mit den Referenzdaten gibt uns die Möglichkeit, das Händedesinfektionsverhalten in unserer Einrichtung einzuschätzen.
Die Ergebnisse nutzen uns auch, um unser Personal entsprechend fortzubilden. Zudem eignen sich die HAND-KISS Daten sehr gut zur Verlaufsbeurteilung über längere Zeiträume, denn die Veränderungen im Händedesinfektionsverhalten spiegeln sich in einer Veränderung des Verbrauchs wider.

Die Daten werden pro Kalenderjahr erfasst und in das webKess-System eingegeben.

Für die Teilnahme an HAND-KISS ist folgendes notwendig:

  1. Anmeldung zu HAND-KISS beim Nationalen Referenzzentrum für Surveillance
    von nosokomialen Infektionen.

  2. Händedesinfektionsmittelverbrauch pro Station /Funktionsbereich in ml/Jahr.

  3. Patiententage /Behandlungsfälle pro Jahr .

Außerdem nehmen wir an der sogenannten Compliance-Beobachtung teil.

Die Beobachtung zur Bestimmung der Compliance (Bereitschaft) der Händedesinfektion ist eine Maßnahme, die nicht verpflichtend, jedoch ausgesprochen sinnvoll ist.

Die direkte Beobachtung der Mitarbeiter während der täglichen Arbeit ist der beste Weg, das Händedesinfektionsverhalten / Compliance exakt zu bestimmen. Die Beobachtung vermittelt ein Bild des Ist-Zustands und gibt Gelegenheit, das Verhalten zu analysieren und z.B. häufige Fehler zu erkennen.

Die Ergebnisse lassen Rückschlüsse zu, inwieweit beispielsweise Erkenntnisse aus Fortbildungen umgesetzt wurden, bzw. wo noch Wissenslücken erkennbar sind oder Fehler auftreten. Auf diese Art und Weise lassen sich am besten die geeigneten Interventionen zur Verbesserung der Händedesinfektion bestimmen.

Die Beobachtung erfolgt auf Grundlage des WHO - Modells

Die Beobachtung und Auswertung erfolgt pro Station bzw. Funktionsbereich.

Die "Aktion Saubere Hände" empfiehlt, für eine Beobachtungsperiode 200 Indikationen pro Station oder Funktionsbereich zu beobachten. Für eine Auswertung müssen jedoch mindestens 150 Indikationen in der Summe pro Station oder Funktionsbereich, und pro Einzelindikation mindestens 20 zu beobachtende Indikationen definiert worden sein.

Eine Beobachtungsperiode darf maximal sechs Wochen in Anspruch nehmen.

Bei einer erfolgreichen Teilnahme an der ASH kann ein Zertifikat beantragt werden.

Diese werden unterschieden in Bronze, Silber und Gold.

Dafür ist eine Vielzahl von unterschiedlichen Daten nötig, z. B. die Anzahl der im Haus vorhandene Desinfektionsmittelspender, die Teilnahme an einem Qualitätszirkel, die regelmäßige Präsentation der Daten an die Beschäftigten und an Gremien (z.B. Hygienekommission, Chefarztkonferenzen,…), der Nachweis über den Händedesinfektionsmittelverbrauch, die Anzahl der behandelten Patienten und so weiter).

Es gibt auch Vorgaben dazu, wie viele Stationen erfasst werden müssen.
Diese gliedern sich in:

  • Krankenhäuser mit weniger als 300 Betten
    Diese müssen mindestens zwei Stationen erfassen
  • Krankenhäuser mit 300 bis 600 Betten
    müssen mindestens vier Stationen erfassen
  • Große Klinken mit über 600 Betten
    müssen mindestens sechs Stationen erfassen.

Das Caritas-Krankenhaus St. Josef gehört mit 300 Betten zu den mittleren Häusern.

Wir haben aber nicht nur die vorgeschriebenen vier Stationen, sondern alle neun Stationen erfasst, einschließlich der Intensivstation.

Es war uns wichtig, dass nicht nur ausgewählte, "gute" Stationen dargestellt, sondern alle Stationen bewertet werden.

Auf unser Ergebnis können wir deswegen besonders stolz sein. Denn alle neun Stationen haben das Silberzertifikat erreicht. Das ist nicht selbstverständlich, da wir mit unserer Art der Erfassung nicht einzelne "schwache" oder besonders "starke" Stationen bewertet haben, sondern durchgehend ein gutes Ergebnis erzielt haben!

 

Kontakt Anfahrt Seite drucken© 2002-2019 Caritas-Krankenhaus St. Josef | Impressum | Datenschutz | Sitemap | Design & Programmmierung