Aktionsjahr ASH 2018

Im Rahmen der Aktion Saubere Hände haben wir im Jahr 2018 an folgender Studie teilgenommen:

Ein Einblick in die psychologischen Determinanten des Handhygieneverhaltens von Krankenhauspatienten

Susanne Gaube 1 und Eva Lermer 1,2

1 Institut für experimentelle Psychologie, Universität Regensburg, Regensburg, Deutschland
2 FOM Hochschule für Oekonomie und Management, München, Deutschland

 Zusammenfassung der Methode 

Überblick:

- 344 Patienten unterschiedlicher Stationen
- Anteil W/M:  199 Patientinnen, 145 Patienten
- Altersverteilung: 15 bis 92 Jahre (M = 52.15, SD = 18.58)
- Alle Fragebögen enthielten die gleichen acht allgemeinen Fragen zum eigenen Händehygieneverhalten in - verschiedenen Situationen im Krankenhaus (z. B. nach Betreten und vor Verlassen des Krankenzimmers)
- Die Teilnahme an der Umfrage sowie die Angabe demografischer Daten waren freiwillig und erfolgte vollkommen anonym

Außerdem wurde abgefragt:
- Aktuelle Betroffenheit von einer Infektionserkrankung 
- Eigene Erfahrungen mit multiresistenten Erregern
- Wahrgenommene Infektionsgefahr 
- Subjektiv empfundene Informiertheit über infektionsschutzrelevante Themen

Zusammenfassung der Ergebnisse

  • Knapp 10 % der Patienten gaben an, aktuell von einer Infektionserkrankung betroffen zu sein

  • Laut eigener Aussage, waren etwa 20 % der Patienten selbst oder jemand aus ihrem engeren Bekanntenkreis schon einmal von einer Infektion durch multiresistente Erreger betroffen

  • Als besonders stark infektionsgefährdet schätzte sich nur etwa jede 15te Person ein

  • Zwei Drittel der Patienten, fühlten sich zum Zeitpunkt der Befragung ausreichend zum Thema Infektionsprävention informiert

  • Mehr als 80 % der Befragten, fühlten sich ausreichend über das Thema Händedesinfektion informiert

  • Ebenfalls über 80 % der Patienten hatten im Krankenhaus Informationsmaterialien (z. B. Infobroschüren oder Hinweisschilder) zum Thema Händehygiene gesehen und gaben an auch schon einmal einen Desinfektionsmittelspender im Krankenhaus benutzt zu haben

Daraus ergibt sich folgende Handlungsempfehlung:

Wie bei den Mitarbeitern, ist es auch bei den Patienten wichtig, die Aufmerksamkeit auf die Händedesinfektion zu lenken, um so der Vergesslichkeit entgegenzuwirken:

  • gezielten Einsatz von visuellen Hinweisreizen an den Desinfektionsmittelspendern

  • Überprüfung ob die  Zugänglichkeit zu Händedesinfektionsmitteln für die Patienten weiter zu verbessern ist

  • den Patienten einfache Richtlinien zur Händehygiene im Krankenhaus an die Hand gegeben werden, beispielsweise mithilfe grafischer Darstellungen

  • Künftige Informationskampagnen zur Händedesinfektion sollten das Transmissionsrisiko von Keimen, welches von den Patienten ausgeht, ansprechen und idealerweise graphisch veranschaulichen.

 

 

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