Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Lehrstuhl der Universität Regensburg

AG Versorgungsforschung in der gynäkologischen Onkologie

Was ist Versorgungsforschung

Gegenstand der Versorgungsforschung ist die Untersuchung der Kranken- und Gesundheitsversorgung unter Alltagsbedingungen. Bei der Krankenversorgung steht die Diagnose, Behandlung und auch Nachsorge von Patienten in den verschiedenen ambulanten und stationären Gesundheitseinrichtungen im Mittelpunkt. Die Versorgungsforschung bildet somit die reale Versorgung ab und prüft Konzepte zur Verbesserung der Versorgungsqualität.

Welche Aufgaben hat die Versorgungsforschung

Aufgabe der Versorgungsforschung ist es die Versorgungsqualität der Patienten zu untersuchen und etwaige Versorgungsdefizite zu identifizieren. Darauf basierend können und sollen spezifischen Veränderungen vorgenommen werden, die die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten verbessern. Da die Versorgungsforschung Informationen über die Kranken- und Gesundheitsversorgung unter Alltagsbedingungen liefert, beantwortet sie Fragen, die nicht alleine durch die biomedizinische Grundlagenforschung und die klassische klinische Forschung beantwortet werden können. Mit beiden steht sie in einem kooperativen Austausch.

Welche Messinstrumente sind möglich

Eine der Möglichkeiten die onkologische Versorgungsqualität zu messen und die Diagnose- und Therapiekonformität in der Fläche zu analysieren, ist die Nutzung der Informationen aus klinischen Krebsregistern. Klinische Krebsregister erfassen bevölkerungsbezogen und sektorenübergreifend Diagnose- und Behandlungsdaten des gesamten Krankheitsverlaufes und sind somit geeignet, Kollektive für spezifische Fragestellungen in Hinblick auf die Versorgungsqualität zusammenzustellen. Informationen zu Diagnose, Stadium, Therapien, Outcome, Rezidiv und Tod werden nach einem definierten Standard erhoben. Durch die Analyse der Daten aus epidemiologischen und klinischen Krebsregistern besteht die Möglichkeit die Charakteristika, die Interventionen und das Outcome der Patienten mit Tumorerkrankungen zu prüfen.

Versorgungforschung gynäkologische Onkologie

Die Versorgungforschung gynäkologische Onkologie hat die Aufgabe, die Qualität der Behandlung von der Diagnose, über die Therapie und den onkologischen Verlauf bis zum Tod bei an gynäkologischen Karzinomen erkrankten Patientinnen zu untersuchen. Das Mammakarzinom ist dabei die mit Abstand häufigste Krebserkrankung von Frauen. Die Inzidenz liegt bei rund 70.000 pro Jahr. Etwa eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an einem Mammakarzinom. Aus diesem Grund wird auf die Versorgungsforschung bei Patientinnen mit Mammakarzinom ein besonderer Schwerpunkt in unserer Arbeitsgruppe gelegt.

Schlüsselpublikationen

Inwald EC, Klinkhammer-Schalke M, Hofstädter F, Zeman F, Koller M, Gerstenhauer M, Ortmann O (2013) Ki-67 is a prognostic parameter in breast cancer patients: results of a large population-based cohort of a cancer registry. Breast Cancer Res Treat. 2013 Jun;139(2):539-52.

Inwald EC, Ortmann O, Zeman F, Koller M, Hofstädter F, Gerstenhauer M, Klinkhammer-Schalke M (2014) Guideline concordant therapy prolongs survival in HER2-positive breast cancer patients – Results from a large population-based cohort of a cancer registry. Biomed Res Int. 2014;2014:137304.

Inwald EC, Klinkhammer-Schalke M, Koller M, Ortmann O (2014) Quality Assurance for Patients with Breast Cancer – the Impact of Clinical Cancer Registries. Geburtshilfe Frauenheilkd 2014; 74(9): 868-874.

Inwald EC, Koller M, Klinkhammer-Schalke M, Zeman F, Hofstädter F, Lindberg P, Gerstenhauer M, Schüler S, Treeck O, Ortmann O (2015) Adjuvant endocrine therapy in pre- versus postmenopausal patients with steroid hormone receptor-positive breast cancer: results from a large population-based cohort of a cancer registry. J Cancer Res Clin Oncol. 2015 Aug 8.

Inwald EC, Koller M, Klinkhammer-Schalke M, Zeman F, Hofstädter F, Gerstenhauer M, Brockhoff G, Ortmann O (2015) 4-IHC classification of breast cancer subtypes in a large cohort of a clinical cancer registry: use in clinical routine for therapeutic decisions and its effect on survival. Breast Cancer Res Treat. 2015 Oct;153(3):647-58. doi: 10.1007/s10549-015-3572-3. Epub 2015 Sep 14.

Inwald EC, Ortmann O, Koller M, Zeman F, Hofstädter F, Evert M, Brockhoff G, Klinkhammer-Schalke M (2017) Screening-relevant age threshold of 70 years and older is a stronger determinant for the choice of adjuvant treatment in breast cancer patients than tumor biology. Breast Cancer Res Treat. 2017 May;163(1):119-130. doi: 10.1007/s10549-017-4151-6. Epub 2017 Feb 15.

Kontaktieren Sie uns

Priv.-Doz. Dr. med.
Elisabeth C. Inwald
AG Versorgungsforschung     
 
Mail einwald@caritasstjosef.de

 

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