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Erster Doppeljahrgang am PflegeCampus Regensburg verabschiedet

Am 18. September 2019 feierten 43 Schülerinnen und Schüler des PflegeCampus Regensburg ihren Abschluss und wurden ins Berufsleben entlassen. Es ist die erste Doppelabschlussklasse in der Geschichte der Einrichtung. Im Rahmen einer Feierstunde am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) erhielten die Absolventen ihre Examens-Zeugnisse.

Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann bezeichnete den Pflegeberuf in seiner Festansprache „als einen der spannendsten und schönsten“ und stellte die Frage, ob „die Pflege nicht auch der Ur-Beruf des Menschseins, der Ur-Beruf der Nächstenliebe“ sei. Darüber hinaus appellierte er auch an die Selbstpflege der Absolventen, die „während und nach der Arbeit immer wieder Zeit und Raum“ finden sollten, um „sich zu erholen und aufzutanken“.

Drei Jahre drückten die Auszubildenden für Gesundheits- und Krankenpflege des PflegeCampus Regensburg die Schulbank, lernten in der Praxis, wie die optimale Patientenversorgung durchgeführt wird, wie eine Station in einem Krankenhaus oder in einer Pflegeinrichtung organisiert ist, und mussten sich natürlich auch unterschiedliches fachliches Wissen aneignen. Ein Einsatz, der sich für jeden einzelnen gelohnt hat. Und ganz nebenbei nehmen die 43 Absolventen auch noch eine Vorreiterrolle für kommende Klassen ein. Sie sind der erste Doppeljahrgang in der Geschichte des PflegeCampus, der die Ausbildung abschließt. „Wir sind natürlich auf jeden Jahrgang stolz, der unsere Schule mit dem Examen verlässt. Doch in diesem Jahr freut es mich sehr, weil es auch für uns etwas Besonderes war, gleich zwei Klassen über drei Jahre bis hin zu ihrem Abschluss zu begleiten. Darüber hinaus sind es auch meine letzten Abschlussklassen als Schulleiterin, bevor ich mich in den Ruhestand verabschiede“, erklärt Gerlinde Reichart, Leiterin des PflegeCampus Regensburg.        

Aufstockung der Ausbildungsplätze am UKR Grund für die Umstrukturierung

Vor drei Jahren machte eine Aufstockung der Ausbildungsplätze am UKR und die damit verbundene Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Universitätsklinikum und der Berufsfachschule für Krankenpflege am Caritas-Krankenhaus St. Josef, eine bauliche und organisatorische Neustrukturierung der Schule nötig. Unter der gemeinsamen Dachmarke, dem PflegeCampus Regensburg, vereinen sich die innovativen Ausbildungskonzepte von Universitätsklinikum und Caritas-Krankenhaus. Die Einflüsse der Universitätsmedizin und der karitativ-kirchlichen Krankenversorgung bieten den angehenden Pflegekräften eine bundesweit einzigartige Kombination der praktischen Erfahrung.

„Dieser Neustart war für uns eine hervorragende Möglichkeit, unsere Ausbildung weiter zu optimieren“, sagt Antonia Glatzeder, Pflegepädagogin und Kursleiterin einer der beiden Examensklassen.

Abstimmung der Ausbildung auf zwei parallellaufende Klassen

Auch wenn der Start mit Parallelklassen eine Umstellung für das PflegeCampus-Team dargestellt hat, so war es für alle Beteiligten ein positiver Zugewinn. „Da wir bislang immer nur eine Abschlussklasse betreut hatten, konnten wir selbstverständlich auf keinen Erfahrungsschatz in Bezug auf einen Doppelabschlussjahrgang zurückgreifen, aber das machte die ganze Sache umso reizvoller“, ergänzen Michaela Mühlbauer und Katharina Sedmak. Die beiden Pflegepädagoginnen waren ebenfalls von Beginn an als Kursleiterinnen mit der Neustrukturierung betraut. Räumlichkeiten, Projekte und Stundenpläne mussten genauestens aufeinander abgestimmt werden. „Das ist uns sehr gut gelungen. Wir konnten die Strukturen der Ausbildung fließend verändern und beiden Klassen absolut gerecht werden“, so Glatzeder weiter. Die Auszubildenden kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen von den Schulen an den PflegeCampus, deswegen begleiten die Lehrer und Praxisanleiter sie sehr individuell bei ihren Lernfortschritten. „Es ist Grundvoraussetzung, dass die angehenden Schüler vor dem Ausbildungsstart ein Praktikum in der Pflege machen, aber natürlich bringt jeder einen anderen Erfahrungsschatz mit. Unsere Aufgabe ist es dann, alle so zu begleiten, dass sie in Ausbildung und Beruf erfolgreich sind und keiner abgehängt wird“, weiß Mühlbauer. Um dieses hohe Ausbildungslevel zu halten, stehen die Kursleiter auch immer in regem Austausch mit den Praxisanleitern, die den Auszubildenden den Alltag auf den Stationen beibringen.

Die Ausbildung am PflegeCampus Regensburg besteht aus einer ausgewogenen Mischung aus Theorie und Praxis. Zu alltäglichen, praktischen Tätigkeiten wie Verbandswechsel, Blutdruckmessen oder Blutabnahme kommen im theoretischen Teil u.a. Pflegewissenschaft, Krankheitslehre und Organisation der Pflege auf die Auszubildenden zu. „Es ist schön zu sehen, wie unsere Auszubildenden sich entwickeln. Sie kommen teilweise sehr jung nach ihrem allgemeinen Schulabschluss zu uns und wachsen Tag für Tag an ihren Tätigkeiten. Sie merken und wissen, dass von ihrem Handeln die Gesundheit und die Gesundung der Patienten abhängen“, sind sich die Kursleiterinnen einig. Besonders wichtig ist den Ausbildern der rege Austausch mit den Schülern. „Wir fragen die Schüler gezielt, was ihnen während der drei Jahre gut gefallen hat und was man eventuell verbessern könnte. Diese Art der Reflexion hilft uns, gerade mit Blick auf die kommenden Doppelabschlussklassen, Dinge noch weiter zu optimieren. Unsere Schule lebt von einem konstruktiven Austausch und das wollen wir beibehalten“, freut sich Schulleiterin Reichart. „Der Bedarf an Pflegekräften ist gerade im Zuge der Generalisierung weiterhin hoch und wird in den nächsten Jahren noch zunehmen. Wir sind stolz mit dem PflegeCampus einen wirkungsvollen Beitrag zu leisten, um die Qualität in der Pflege weiterhin hochzuhalten“, ergänzt Nicolas von Oppen, Geschäftsführer des Caritas-Krankenhauses St. Josef.

Am Ende der Ausbildung stehen für die PflegeCampus-Schüler dann die Examensprüfungen an. Um den Abschluss zu erlangen, müssen drei schriftliche, eine mündliche sowie eine zweitägige praktische Prüfung bestanden werden. All das haben die 43 Absolventen des ersten Doppeljahrganges des PflegeCampus Regensburg erfolgreich hinter sich gebracht und nun folgte mit der Abschlussfeier am 18. September 2019 der Schritt ins Berufsleben. „Ich freue mich ganz besonders, dass wir heute erstmals am UKR den Ausbildungsabschluss für 43 neue Pflegekräfte feiern und gratuliere allen zu ihrem erfolgreichen Examen. Ich wünsche ihnen, dass sie mit viel Zuversicht und Elan ins Berufsleben starten“, so Alfred Stockinger, Pflegedirektor des UKR. „Ihr Einsatz und ihr Engagement werden in Zukunft sehr zur Genesung unserer Patienten beitragen.“

 

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