Was ist die ASV?

Am 26. April 2018 veröffentliche der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Richtlinie zur ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung für urologische Tumore, kurz ASV.

Die ASV stellt einen neuen Behandlungssektor zwischen den bekannten ambulanten und stationären Bereichen dar. Die Idee der Bundesregierung ist es, eine bessere Vernetzung zwischen diesen beiden Bereichen zu erzielen und hiermit die Versorgung von schwerkranken Patienten zu verbessern.

Für wen ist die ASV?

Die ASV Urologie richtet sich an Patienten mit einer fortgeschrittenen und meist unheilbaren, urologischen Krebserkrankung, die aufgrund ihres komplexen Kranheitsbilds von mehreren Ärzten gleichzeitig behandelt werden muss. Hierfür werden alle Tumore im urologischen Spektrum einbezogen. Die Teilnehme an der ASV ist freiwillig und kostenlos.

Welche Vorteile hat die ASV?

Durch die interdisziplinäre (fächerübergreifende) Vernetzung wird eine Vorstellung bei Ärzten anderer Fachrichtungen vereinfacht. So ist in der ASV-Richtlinie vorgegeben, dass ASV-Patienten innerhalb des ASV-Netzwerkes einen zeitnahen Termin erhalten sollen. Lange Wartezeiten oder gar eine Ablehnung wegen „zu vieler Patienten“ darf es somit für einen ASV-Patienten nicht geben.

Zudem ermöglicht die ASV ein - im Vergleich zur gesetzlichen Krankenkasse - erweitertes Leistungsspektrum. Untersuchungen, die aktuell nicht durch die gesetzliche Krankenkasse abgedeckt sind, werden durch eine ASV‐Teilnahme bezahlt.

Ein fester Bestandteil der ASV ist die Fallbesprechung im Rahmen einer Tumorkonferenz. Dieser wöchentlich stattfindenden Konferenz sitzen neben dem Urologen, Onkologen und Strahlentherapeuten auch Pathologen und Radiologen bei, weitere Disziplinen können hinzugezogen werden. Dies ermöglicht es, auch in komplexen Fällen einen individuellen Therapieplan zu erstellen.

Was muss man bei der Teilnahme an einer ASV beachten?

Mit dem Eintritt in ein ASV-Netzwerk ist der Patient für die Behandlung seiner Tumorerkrankung an die Ärzte des ASV‐Netzwerks gebunden. Diese Einschränkung der Arztwahl wurde jedoch vom Gesetzgeber bedacht. Denn um ein ASV‐Team zu gründen, müssen ausnahmslos alle möglicherweise notwendigen Fachdisziplinen im ASV‐Team abgedeckt sein, andernfalls wird ein Gründungsantrag abgelehnt. Eine Unterversorgung wird somit ausgeschlossen. Eine Behandlung aufgrund anderer Beschwerden, unabhängig von der Tumorerkrankung, ist bei anderen Ärzten weiterhin möglich.

Weiter Informationen finden Sie in unserer Broschüre: mehr

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