Klinik für Anästhesiologie

Tauch- und Hyperbarmedizin

In Regensburg begann 1997 unter der Leitung von Dr. med. Urs Braumandl die Etablierung der Hyperbaren Oxygenation (HBO) mit einer Mehrpersonen-Druckkammer. Neben der elektiven Versorgung von Patienten ging damit auch die Notfallversorgung für Ostbayern einher.
Aus wirtschaftlichen Gründen wurde jedoch Ende 2014 der Betrieb der Druckkammer eingestellt.

Das Rettungszentrum Regensburg (RZR) hat im Mai 2015 mit Hilfe der BMW Charity, die Finanzierung einer „Einpersonen-Druckkammer“ („Mono Place Chamber“) zur „Wiederherstellung der Notfallversorgung für Ostbayern“ initiiert. Seit 01.10.2015 steht diese im Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg, das mit seiner angeschlossenen Intensiv-Station eine 24-Stunden-Rufbereitschaft sicherstellen kann.

Unter der HBO-Hotline 0941 782-3666 kann 24 Stunden am Tag ein Tauch- und Hyperbarmediziner am Caritas-Krankenhaus erreicht werden.

Als Indikationen werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) folgende Erkrankungen anerkannt:

  • Kohlenmonoxid-Intoxikation
  • Dekompressionserkrankung beim Tauchen
  • Arterielle Gasembolie
  • Clostridiale Myonekrose („Gasbrand“)

Bei der HBO-Druckkammerbehandlung wird die im Blut und im Gewebe gelöste Sauerstoffmenge um ein Vielfaches erhöht. Der internationale Fachausdruck ist „Hyperbare Oxygenation“, 100% Sauerstoff unter erhöhtem Umgebungsdruck. Je nach Behandlung liegt der Überdruck zwischen 1,4 bar und 1,8 bar, also 1,4- bis 1,8-fach höher als der normale Luftdruck.

Bei bestimmten Erkrankungen, wie z.B. Kohlenmonoxidvergiftungen entsteht Sauerstoffmangel im Gewebe. Durch das nicht-invasive Verfahren in der Druckkammer wird der Patient einem erhöhten Sauerstoffdruck ausgesetzt und das in fester Bindung mit dem roten Blutfarbstoff stehende Kohlenmonoxid wird aus der Bindung entfernt.

Bei Wundinfektionen werden durch die HBO-Theraphie  Gewebeschwellungen vermindert und Blutzellen stimuliert, so dass diese besser heilen.

Auch das Neuwachstum (sog. Angioneogenese) von kleinen Blutgefäßen (Kapillaren) wird durch die HBO-Druckkammertherapie nachweislich gefördert. Sauerstoff wirkt außerdem direkt und indirekt bakterienabtötend. Der Erfolg der Behandlung hängt von der zeitnahen Durchführung der Therapie ab.

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Caritas-Krankenhaus
St. Josef

Klinik für Anästhesiologie
Anästhesie, Intensiv-, Notfall- und Pallativmedizin, Schmerztherapie
Landshuter Straße 65
93053 Regensburg

Dr. Helmut Meyringer
Tel: 0941 782-3610

hmeyringer@caritasstjosef.de

 

24-Std. Notfallhotline
0941 782 3666

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