Brustzentrum Regensburg

Intraoperative Strahlentherapie (IORT)

In unserem Brustzentrum können über 80 % der Patientinnen mit Brustkrebs unter Erhalt der Brust operiert werden. Einerseits soll genügend gesundes Brustgewebe verbleiben, andererseits muß der Tumorknoten mit ausreichendem Sicherheitsabstand zum Restbrustgewebe entfernt werden, da eine unvollständige Entfernung des unmittelbar um den Tumor liegenden Gewebes ein hohes Risiko für ein erneutes Tumorwachstum in der Zukunft birgt.

Um dieses Risiko deutlich zu reduzieren, werden Patientinnen nach brusterhaltender Operation daher üblicherweise immer mit einer 6,5-wöchigen Strahlentherapie der operierten Brust nachbehandelt. Dabei wird über fünf Wochen die gesamte Brust behandelt und eine eineinhalb Wochen andauernde Bestrahlung nur des tumortragenden Quadranten angeschlossen (sog. Aufsättigung oder Boostbestrahlung).

Wenn der bei Ihnen entdeckte Tumor mit ausreichendem Sicherheitsabstand gut operativ entfernbar erscheint, kann die sog. Aufsättigung durch eine einmalige intraoperative Bestrahlung (IORT) nach Entfernung des Tumors ersetzt werden. Damit ist im Anschluß nur noch die fünf Wochen andauernde Bestrahlung der gesamten Brust notwendig.

Diese Technik bringt den Vorteil mit sich, dass das sogenannte "Tumorbett" in Anwesenheit von Operateur und Strahlentherapeuten unter Sicht bestrahlt werden kann. Bei der "Aufsättigung" im Anschluß an die Bestrahlung der gesamten Brust ist die Definition des Tumorbetts erschwert..

Durchführung IORT mit dem INTRABEAM Gerät (Fa. Carl
Zeiss): Einlage des Applikators zur Bestrahlung in das
Tumorbett der linken Brust (Foto von P. Härtl)

Für die intraoperative Bestrahlung kommt ein spezielles mobiles Bestrahlungsgerät (INTRABEAM der Firma Carl Zeiss) zum Einsatz. Zunächst wird der Tumor vom Gynäkologen operativ entfernt. Die sichere Entfernung wird mittels Schnellschnitt vom Pathologen bestätigt. Dann wird ein individuell an die Operationshöhle angepasster Applikator zur Bestrahlung verwendet.

Ihr Behandlungsteam aus Gynäkologen und Strahlentherapeuten ist dabei ständig vor Ort. Das Anästhesie-Team kontrolliert, wie auch während der übrigen Operation, ununterbrochen Ihre Herz-Kreislauf-Funktionen über Monitore. Der Bestrahlungsvorgang dauert ca. 20 - 40 Minuten. Sie befinden sich während dieser Zeit weiterhin in Narkose und werden von der Bestrahlung nichts wahrnehmen.

Nach Beendigung der Bestrahlung wird die Operationswunde in üblicher Weise verschlossen.

Regelmäßige tumorspezifische Nachsorgeuntersuchungen bei allen Patientinnen finden in der onkologischen Ambulanz der Frauenklinik oder bei Ihrem niedergelassenen Gynäkologen statt. In der Klinik für Strahlentherapie wird zusätzlich eine strahlentherapiespezifische Nachsorge durchgeführt.

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