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Darmkrebszentrum

              

Liebe Patientin, lieber Patient,

auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen das Darmkrebszentrum St. Josef vorstellen -

Was bedeutet Darmkrebszentrum?

Eine optimale Behandlung von Darmerkrankungen – insbesondere von Dickdarm-
und Mastdarmkrebs - gelingt nur durch eine optimale Zusammenarbeit aller beteiligten medizinischen Fachbereiche.

Um eine perfekte Abstimmung aller geforderter Fachgebiete zu erreichen, bedarf es eines gefestigten Konzepts, auf dem sowohl die  Diagnostik als auch die Behandlung aufbauen können.

Diese Struktur ist als zertifiziertes Darmkrebszentrum St. Josef Regensburg nach den Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft gegeben.  

Die Behandlung im Darmkrebszentrum bietet Ihnen als Patient folgende Vorteile: 

  • ganzheitliche Betreuung und Versorgung in allen Phasen der Erkrankung
    in strenger Anlehnung an die aktuellen wissenschaftlichen Vorgaben  
    (leitliniengerechte Behandlung)
  • alle Leistungen werden zentral angeboten: von der Früherkennung über die Therapie bis zur Nachsorge – immer in Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt
  • Planung des individuellen Behandlungsablaufes
  • Fachärzte verschiedener Disziplinen entscheiden gemeinsam über die best-
    mögliche Behandlung Ihrer Erkrankung (regelmäßige Tumorkonferenz)
  • Angebot an Studien teilzunehmen, in denen der Zugang zu neuen Therapie-
    verfahren geboten wird
  • Hilfestellung in den weiteren Behandlungsphasen durch Sozialdienst, Palliativ-
    dienst, psychoonkologische Betreuung, Stomatherapie, Kontaktherstellung zu Selbsthilfegruppen

Wie sieht die bestmögliche Behandlung aus?

Eine zentrale Bedeutung in der Darmkrebsbehandlung hat die Operation. Der gesamte vom Tumor betroffene Darmabschnitt und die nächstgelegenen Lymphknoten mit der begleitenden Gefäßversorgung werden entfernt. Befindet sich der Tumor in einem höheren Darmabschnitt (Dickdarmkrebs), werden nach der Tumorentfernung die Enden wieder zusammengenäht. Bei einem Sitz im Mastdarm (Rektum), sehr nahe am Darmausgang, versucht man, den Schließmuskel zu erhalten. Am ehesten ist dies möglich, wenn ein Tumor klein und noch nicht in die Muskelschicht der Darmwand eingedrungen ist. Aber auch größere Tumoren lassen sich durch eine vorgeschaltete Behandlung mit einer Strahlentherapie oder kombinierten Strahlen- und Chemotherapie meistens so verkleinern, dass der Schließmuskel erhalten werden kann. Die besondere Technik einer Naht im Bereich des Schließmuskels (intersphinktär) lässt sich dann anwenden, wenn der tumorfreie Abstand ausreichend ist und die Schließmuskelfunktion im Vorfeld nicht gestört war. Gelingt dies nicht, muss in diesen Fällen ein künstlicher Darmausgang angelegt werden (Stoma, Anus praeter).

Minimal-invasive Operationstechnik

Ein Schwerpunkt der chirurgischen Klinik ist die minimal-invasive Operationstechnik ("Schlüssellochchirurgie"). So können große Narben in den meisten Fällen vermieden werden. In der Zeit nach der Operation ist die körperliche Beeinträchtigung durch Wundschmerzen im Vergleich zur „offenen Chirurgie“ geringer.

Bei kleinen, nicht in die Tiefe vorgedrungenen und örtlich begrenzten Tumoren ist nach der Operation keine weitere Behandlung nötig. Beschreibt der Pathologe in den bei der Operation entfernten Lymphknoten Tumorzellen, so ist eine zusätzliche (adjuvante) Chemotherapie erforderlich. Diese wird unter der fachkundigen Betreuung des Onkologen
in regelmäßigen Abständen über mehrere Monate verabreicht (in der Regel ca. 6 Monate).

    

Bei Tumoren in den unteren zwei Dritteln des Mastdarmes hat sich die neoadjuvante
(vor der Operation durchgeführte) Radio-Chemotherapie bewährt.

Wenn bei der Diagnosestellung bereits Metastasen (Absiedelungen in anderen Organen) vorhanden sind, fällt die Entscheidung zur Entfernung des Darmtumors abhängig vom bestehenden Befallsmuster und Beschwerdebild. Lungen- und Lebermetastasen lassen sich je nach Lokalisation und Anzahl operativ entfernen, ggf. auch nach einer vorgeschalteten Chemotherapie. Ob ein operativer Eingriff gerechtfertigt ist, wird ebenfalls gemeinsam in der Tumorkonferenz mit den Fachexperten diskutiert.

Bei zahlreichen Metastasen ist die Chemotherapie in ihren verschiedenen Kombinations-verfahren die Therapie der ersten Wahl.

Begleitende Therapieformen

Auch wenn die Erkrankung weit fortgeschritten ist, gibt es zur Linderung der Beschwerden vielfältige Möglichkeiten, einschließlich einer wirksamen und begleitenden Schmerz- und Palliativtherapie. Die Betreuung erfolgt je nach Situation in der Klinik oder auch im familiären Umfeld.

 

Fragen zur Früherkennung

  • Haben Sie in Ihrem Stuhl in letzter Zeit Blut festgestellt?          
  • Hat oder hatte bereits einer Ihrer nächsten Verwandten (Eltern, Geschwister, Kinder) Darmkrebs?           
  • Sind Sie 50 Jahre alt oder älter?

Wenn Sie eine dieser Fragen mit "Ja" beantwortet haben, sollten Sie unbedingt Ihren Hausarzt aufsuchen, um eine Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung zu planen. Dies gilt insbesondere, wenn einer Ihrer nächsten Verwandten unter 50 Jahren an Krebs erkrankt ist.

Krebs ist heilbar, wenn er rechtzeitig entdeckt wird!

               


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