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Technik

 

©Mondry,Stolzenburg

 

©Mondry,Stolzenburg

Das Team besteht aus Operateur, 1. Assistent und Kameraassistent (Abb. 1). Nach Rückenlagerung des Patienten wird über einen ca. 1,5 cm langen Schnitt unterhalb des Nabels die Bauchlängsmuskulatur stumpf auseinandergedrängt. Ohne den Bauchraum zu eröffnen wird ein Ballontrokar eingeführt, mit welchem durch Aufpumpen der präperitoneale Raum entwickelt wird (Abb. 2). Während der Operation wird dieser Raum mit kontinuierlicher CO2-Zufuhr offen gehalten. In diesen Raum werden fünf Hülsen (Arbeitstrokare) eingebracht, über welche jeweils 4 Arbeitsgeräte und eine Kamera eingebracht werden (Abb. 3). Falls erforderlich, findet vor der eigentlichen Prostatektomie die Entfernung der Beckenlymphknoten statt. Die eigentliche Operation beginnt mit der Unterbindung eines vor der Prostata gelegenen Venengeflechtes (Plexus santorinii). Die weiteren Schritte entsprechen weitgehend dem Ablauf der offenen Operationsmethode (retropubische deszendierende radikale Prostatovesikulektomie). Nach Absetzen der Prostata von der Blase werden die Samenleiter durchtrennt und die Samenblasen komplett mobilisiert. Nach Durchtrennung der Denonvillier’schen Faszie (zwischen Prostata und Enddarm) wird die Prostata stumpf vom Enddarm mobilisiert und die seitlich gelegenen Prostatapfeiler werden durchtrennt. Bei entsprechender Indikationsstellung (link nerve sparing) kann das Gefäß-Nervenbündel, welches beidseits seitlich (dorso-lateral) der Prostata anliegt, stumpf abpräpariert werden. Nach Absetzen vom Harnröhrenstumpf wird die Prostata zunächst in einen Bergebeutel gebracht und später über eine kleine Erweiterung eines Trokarlochs entfernt. Im technisch anspruchsvollsten Teil der Operation wird nun die Blase mit dem Harnröhrenstumpf mit 9 Einzelknopfnähten vereinigt. Während dieses Abschnitts wird ein Harnblasenkatheter zur Schienung der Verbindung von Harnröhre und Blase (Anastomose) eingebracht, über welchen der Urin über die nächsten Tage abgeleitet wird.


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