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HIFU

Mögliche Komplikationen und Nebenwirkungen

Nekrosenabgang

In den ersten sechs Wochen kann es beim Urinieren zum Abgang von Gewebsstücken kommen. Hierdurch wird das hitzegeschädigte Gewebe  der Prostata nach und nach abgestoßen. Dadurch kann sich ein anfänglich guter Harnstrahl vorübergehend verschlechtern. Diese Komplikation wird durch eine Prostatahobelung (TUR-Prostata) vor der HIFU-Therapie deutlich verringert. In seltenen Fällen ist es notwendig, abgehende Gewebsstücke (Nekrosen) durch die Harnröhre abzutragen, wenn diese den Harnabfluss behindern.

Durch Antibiotikagabe für die Dauer von zwei Wochen nach der Behandlung sollen Infektbeschwerden wie häufiges und dranghaftes Urinieren soweit wie möglich vermieden werden. 

 

Inkontinenz

Die Ausbildung einer höhergradigen Inkontinenz ist nach HIFU-Therapie ein eher untergeordnetes Problem. So berichten ca. 91% - 95% der Patienten über einen kompletten Erhalt der Kontinenz. In den restlichen Fällen kann die Fähigkeit, den Urin zu halten, in der Regel durch Beckenbodengymnastik behoben werden. 

 

Impotenz

Bei einer Behandlung der kompletten Prostata kann bei ca. 60% der Patienten die Potenz erhalten werden. Ca. 25% der Patienten berichten über einen kompletten Verlust der Potenz. Im Falle leichtgradiger Potenzstörungen kann durch die Gabe von Medikamenten (sog. PDE5-Hemmer wie Viagra®, Levitra® und Cialis®) eine deutliche Verbesserung der Potenzsituation erreicht werden.

 

Blasenauslassenge

Durch die Schrumpfung der Prostata kann es nach HIFU innerhalb von Monaten, aber auch Jahren, zu einer narbigen Verengung des Blasenauslasses kommen, wodurch das Wasserlassen teils schlagartig gestört wird. In solchen Fällen ist die Einlage eines Katheters, gefolgt von einer einfachen Schlitzung des Blasenauslasses durch die Harnröhre, notwendig. In einzelnen Fällen kann die Ausbildung einer solchen narbigen Verengung wiederholt auftreten.

 

Rekto-urethrale Fistel

Die gefürchtete Komplikation einer hitzebedingten Verbindung von Enddarm und Harnrhöhre (sog. Rekto-urethrale Fistel) tritt bei einer primären HIFU-Therapie in großen Serien mit Einsatz des Ablatherm®-Gerätes der neuesten Generation sehr selten auf. Die Häufigkeit wird in großen Serien der aktuellen Literatur mit 0 – 0,7% angegeben.


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