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HIFU

Indikationen

Einsatz von HIFU beim Prostatacarcinom

HIFU kann heute als Primärtherapie, bei Versagen einer Strahlentherapie, bei Lokalrezidiv eines Prostatakarzinoms nach Operation und als Wiederholungsbehandlung nach vorausgegangener HIFU-Therapie durchgeführt werden.

 

Primärtherapie

HIFU als Primärtherapie ist eine Behandlungsalternative für Patienten, die sich aufgrund von Nebenwirkungen, erhöhten Alters oder aufgrund eines erhöhten allgemeinen Narkoserisikos nicht für eine radikale Prostataentfernung eignen.

Jüngeren Patienten kann eine HIFU-Therapie dann angeboten werden, wenn diese ausführlich über Vor- und Nachteile der Methode aufgeklärt werden und eine Operation ablehnen. Meist steht hier der Wunsch nach geringeren Nebenwirkungen im Vordergrund.

Geeignet sind ebenfalls Patienten mit einem sog. „inzidentellen Prostatakarzinom“, also Patienten, bei denen im Rahmen einer TUR-Prostata Karzinomgewebe gefunden wurde.

 

HIFU nach Versagen einer Strahlentherapie

Beim Wiederauftreten des Prostatakarzinoms nach Strahlentherapie ist eine radikale Entfernung der Prostata in der Regel mit hohen Komplikationsraten verbunden. Deutlich geringere Nebenwirkungen sind im Rahmen einer HIFU-Behandlung nach Versagen einer Strahlentherapie zu verzeichnen.

Ein lokales Tumorrezidiv sollte vorher nach Möglichkeit durch eine Biopsie gesichert werden. Je nach PSA-Wert sollte zum Ausschluss einer Metastasierung eine Skelettszintigraphie und ggf. eine PET-CT Untersuchung durchgeführt werden. Aufgrund möglicher Veränderung des Enddarms (Rektum) als Spätfolge einer Bestrahlung empfiehlt sich die Durchführung einer Enddarmspiegelung (Proktoskopie).

 

Wiederholungsbehandlung nach Versagen einer HIFU-Therapie

Ein Vorteil der HIFU-Methode besteht in der Möglichkeit einer erneuten Behandlung im Falle eines Tumorrezidivs. Nach einer zweiten HIFU-Behandlung liegen die Raten einer Inkontinenz (ca. 12%) und einer Impotenz (ca. 55%) etwas höher als nach einer einmaligen Behandlung. Bei einer Wiederholungs-HIFU ist die Behandlungsdauer meist deutlich verkürzt, da die Prostata durch die erste Therapie stark geschrumpft ist. 

 

Palliative Therapie

Die palliative Therapie ist die Behandlung eines fortgeschrittenen bzw. metastasierten Tumors, bei dem keine Heilung mehr möglich ist. Sie dient der Minderung des lokalen Tumorwachstums und der Reduzierung lokaler Komplikationen wie wiederholt auftretende Blutungen, Blasenentleerungsstörungen und Harnstauungsnieren.


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