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Unser Haus
Abb.: Stefan Göler

Kunst im Krankenhaus - Arbeitskreis Kunst und Kultur

KUK - was ist das?

Jeder kennt die Atmosphäre eines Krankenhauses als Besucher oder als Patient. Nackte weiße Wände wirken manchmal sehr steril und nüchtern ....

Im Caritas-Krankenhaus St. Josef fanden sich im Oktober 1998 11 Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen zusammen, die unter der Leitung von Trude Donauer gemeinsam den Arbeitskreis Kunst und Kultur - KUK - gründeten. 

Mit kulturellen Angeboten vielfältigster Art (4 Ausstellungen jährlich, Adventsprogramm, Konzerte etc.) trägt der AK seit seiner Gründung dazu bei, dass die Patienten wenigstens für kurze Zeit ihre Erkrankung vergessen, Wartezeiten als weniger quälend empfinden und sowohl Mitarbeiter als auch Patienten und deren Besucher das Krankenhaus als angenehmen Aufenthaltsort erleben.

Bildende Kunst und Musik sind mittlerweile selbstverständlich im Caritas-Krankenhaus St. Josef und tragen dazu bei, Hospitalisierung zu vermeiden und Isolation zu begrenzen, weil sie Kommunikation und soziale Kompetenz fördern.

KUK hat es sich zum Ziel gesetzt, das Haus für Kranke und Gesunde zu öffnen und es so zu einem Ort des sozialen und kulturellen Lebens unserer Stadt werden zu lassen. Nicht zuletzt die regelmässig hohen Besucherzahlen zeigen, dass selbst ein Krankenhaus - dies gilt vor allem für die Bewohner der Umgebung - innerhalb seines Einzugsgebietes ein "Guter Nachbar" sein kann. 

   

Die erste Ausstellung "Menschen im Krankenhaus", Schwarz-Weiß-Fotografien von Juliane Zitzlsperger, wurde komplett vom Krankenhaus erworben und ist auch als Buch erschienen. Seitdem wurden über 60 Ausstellungen überwiegend mit Künstlern aus der Region – (u.a. Georg Fiederer, Stefan Göler, Günther Kempf, Jörg Schemmann, Paul Schinner, Astrid Schröder, Richard Vogl) - , aber auch aus Italien, Frankreich und den USA durchgeführt. Aus jeder Ausstellung wird Kunst von der Klinik gekauft - so ist mittlerweile eine beachtliche Sammlung entstanden. Die Bilder und Objekte finden an gut zugänglichen Orten im Krankenhaus ihren dauerhaften Platz und prägen die besondere Atmosphäre des Krankenhauses, die in der Region ihresgleichen sucht und von Patienten, Mitarbeitern und Besuchern gleichermaßen geschätzt wird.

Neben einem Budget, das dem Arbeitskreis zur Verfügung steht, freut KUK sich auch über Spenden, denn natürlich soll die Tradition fortgesetzt werden, aus jeder Ausstellung Kunst zu kaufen, die Vernissagen musikalisch zu umrahmen und die Gäste zu verköstigen.
Ein grosser Vorteil des Kulturstandortes Krankenhaus gegenüber anderen Institutionen liegt darin, dass die Hemmschwelle, den Einladungen zu folgen, relativ niedrig ist. Patienten und Nicht-Patienten, Mitarbeiter, Kunstinteressierte, Bündnispartner des Hauses und viele andere mehr finden sich zu den Veranstaltungen ein. KUK verbindet sämtliche soziale Schichten miteinander und kann als soziales Kulturprojekt, das von Anfang an durch einen sehr hohen Qualitätsanspruch überzeugte, bezeichnet werden.

Am Josefi-Tag 2009 feierte der Arbeitskreis KUK sein 10-jähriges Jubiläum.

 

Zwei Projekte wurden zum Jubiläum vorbereitet:

  • 41 Künstler der vergangenen 10 Jahre gestalteten die Jubiläumsausstellung.
  • Die Ankäufe der vergangenen Jahre wurden als Postkarte gedruckt und in einer sehr hochwertigen Verpackung präsentiert. Die Grußkartensammlung mit 42 Karten ist im KH-Kiosk zum Preis von 20,00 € erhältlich. Der Erlös dient der Finanzierung weiterer Aktivitäten.

Kontakt: Trude Donauer, Abtlg. Marketing; Tel. 0941 782-2050, tdonauer@caritasstjosef.de

Aktuelle Ausstellung:

Helmut Rösel - Querschnitt  -

Rösel beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit Problemen der Umwelt und politischen und sozialen Konflikten, sie stehen in direktem Bezug zum Zeitgeschehen und sind gesellschaftskritische Kommentare. Die Themen reichen bis hin zu Musikinterpretationen, Landschaften, Farb- und Formexperimenten. Er spielt mit den Ausdrucksmöglichkeiten der Linie, die in seinen Bildern eine wichtige Position gegenüber der Farbe oder Fläche einnehmen. Durch die Überlagerung von einfachen Linien gelingt es ihm, räumliche Tiefe zu schaffen und landschaftliche Assoziationen hervorzurufen, die er durch Farbflächen oder Linienkonzentrationen noch verstärkt.

„Helmut Rösel ist nie plakativ, er verkündet keine Thesen, er lässt der Farbe, der Linie und der Fläche ihr eigenes Leben und verhindert so eindimensionale Aussagen. Er schafft einen doppelten Boden. Gerade dadurch lässt er den Betrachter nicht zur Ruhe kommen.“
Dr. Christiane Schmidt

Dauer der Ausstellung: 10.02.2012 – 06.05.2012, tgl. von 8:00 – 20:00 Uhr


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